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Erleichterungen für Geimpfte und Genesene

Die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung des Bundes sowie die Coronaschutzverordnung NRW sehen einige Erleichterungen für vollständig geimpfte und genesene Personen vor. Für sie entfallen Einschränkungen, die dem Infektionsschutz und der Eindämmung der Pandemie dienen. Grund dafür ist, dass von diesen Menschen eine erheblich geringere Ansteckungsgefahr ausgeht und somit die Rechtfertigung für einen Eingriff in ihre Grundrechte entfällt.

Zudem werden Geimpfte und Genesene mit negativ getesteten Personen gleichgesetellt. Wenn also beispielsweise der Zugang zu einer Einrichtung einen negativen Coronatest erfordert, steht Geimpften und Genesenen dieser Zugang auch ohne Negativtest zu. Dies wird damit begründet, dass von geimpften und genesenen Menschen keine größere Gefahr ausgeht als von negativ getesteten Menschen. Daher müssen Geimpfte und Genesene auch die selben Rechte wie negativ Getestete erhalten.

Wer gilt als geimpft und wie weise ich das nach?

Gemäß § 2 Nr. 2 COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung ist eine Person geimpft, die

Ein gültiger Impfnachweis ist ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus. Dieser Nachweis kann in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache verfasst sein und in verkörperter oder digitaler Form vorliegen. Als Impfnachweis kann unter anderem Ihr amtlicher Impfausweis (gelbes Heft) dienen.

Die zugrundeliegende Schutzimpfung muss mit einem oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut genannten Impfstoffen erfolgt sein und entweder

Wichtig: Trotz vollständiger Immunisierung gelten die vorgesehenen Erleichterungen und Ausnahmen nicht für Personen,

Wer gilt als genesen und wie weise ich das nach?

Gemäß § 2 Nr. 4 COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung ist eine Person genesen,

Ein gültiger Genesenennachweis ist ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus, wenn

  • die zugrundeliegende Testung durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist und
  • mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt.

Der Nachweis kann in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache verfasst sein und in verkörperter oder digitaler Form vorliegen.

Wichtig: Trotz Genesung gelten die vorgesehenen Erleichterungen und Ausnahmen nicht für Personen,
• die typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweisen oder
• bei denen eine aktuelle Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen ist.

Beantragung einer Genesenenbescheinigung

Sofern Sie innerhalb der letzten sechs Monate nachweislich (PCR-Testung) am Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankt waren und dies dem Gesundheitsamt des Kreises Mettmann angezeigt wurde, können Sie das Gesundheitsamt über dieses Formular kontaktieren, um Ihre Genesenenbescheinigung anzufordern.

Nachdem Sie uns Ihre Anfrage haben zukommen lassen, erhalten Sie innerhalb weniger Tage Ihre Genesenenbescheinigung per E-Mail.

Erleichterungen für Geimpfte und Genesene

Die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung sieht insbesondere vor:

  • Kontaktbeschränkungen gelten nicht mehr für Geimpfte und Genesene. Damit werden Sie bei privaten Zusammenkünften nicht mehr mitgezählt.
  • Nächtliche Ausgangsbeschränkungen entfallen für diese Personengruppen.
  • Die Beschränkung beim Sport, dass kontaktloser Individualsport nur allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts möglich ist, ist für Geimpfte und Genesene aufgehoben.
  • Geimpfte und Genesene sind von einigen Quarantänepflichten befreit. Mehr dazu erfahren Sie unter Quarantäne
    • Ausgenommen sind Reiserückkehrer_innen aus Virusvariantengebieten und Personen, die Kontakt zu einer Person hatten, die mit einer in Deutschland noch nicht verbreitet auftretenden besorgniserregenden Virusvariante infiziert ist, § 10 der COVID-19-Schutzmaßnamen-Ausnahmeverordnung

Wichtig: Nach § 1 Absatz 2 der COVID-19-Schutzmaßnamen-Ausnahmeverordnung gelten für Geimpfte und Genesene nach wie vor die Maskenpflicht, die Verpflichtung zum Mindestabstand sowie die Vorgaben in Hygiene- und Schutzkonzepten.

 

Gleichstellung von Geimpften, Genesenen und negativ Getesteten

Seit dem 3. Mai 2021 sind vollständig Geimpfte und Genesene gleichgestellt mit negativ Getesteten. Grund dafür ist, dass von geimpften und genesenen Menschen keine größere Gefahr ausgeht als von negativ getesteten Menschen. Daher müssen Geimpfte und Genesene auch die selben Rechte wie negativ Getestete erhalten. Die Gleichstellung gilt vorallem beim Zugang zu Einrichtungen oder bei der Nutzung von Angeboten. Etwa bei

  • Click an Meet im Einzelhandel
  • bei der Testpflicht in Schulen
  • bei der Einreisequarantäne (außer aus Virus-Variantengebieten)
  • zulässigen körpernahen Dienstleistungen (beispielsweise bei Friseuren)

müssen Geimpfte oder Genesene keinen zusätzlichen negativen Corona-Test mehr nachweisen.

Meldeformular Genesenenbescheinigung 

Weitere Informationen 

Weitere Informationen erhalten Sie von der Landesregierung NRW.