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Quarantäne

Hier erhalten Sie Infos zur Quarantänepflicht und zu Verhaltensmaßnahmen.

Eine gesetzliche Quarantänepflicht gilt, wenn:

  • Sie sich wegen Erkältungssymptomen einem PCR-Test unterzogen haben, bis zum Vorliegen des PCR-Testergebnisses.

  • Sie sich wegen eines positiven Corona-Schnelltests, Corona-Selbsttests einem PCR-Test unterzogen haben, bis zum Vorliegen des PCR-Testergebnisses.

  • Sie als Reiserückkehrer_in aus einem Risikogebiet einen PCR-Test vorgenommen haben, um ihrer Testpflicht nachzukommen, bis zum Vorliegen des PCR-Testergebnisses.

  • Ihr PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 positiv ausgefallen ist.


Was bedeutet Quarantäne und was ist erlaubt oder verboten?

Eine Quarantäne ist eine Absonderung bzw. Isolierung im eigenen Haushalt.

Was ist verboten?
  • Empfang von Besuch

  • Verlassen des Haushalts/der Wohnung, zum Beispiel für Spaziergänge

  • Einkäufe oder sonstige Erledigungen außerhalb des Haushalts (bei Versorgungsproblemen wenden Sie sich bitte an Ihre Stadtverwaltung)

  • Bitte beachten, falls jemand für Sie Einkäufe erledigt: Die Einkäufe sind vor der geschlossenen Wohnungstür abzulegen, die Person entfernt sich dann. Anschließend öffnen Sie die Tür und nehmen die Ware an sich. 

Was ist erlaubt?
  • Benutzung des/der eigenen Gartens, Balkons oder Terrasse

  • Quarantäneunterbrechungen wegen wichtiger Arzttermine bedürfen einer Genehmigung des Kreisgesundheitsamts. Dafür kontaktieren Sie uns bitte umgehend über dienst53@kreis-mettmann.de. Die Angabe einer gültigen Telefonnummer für die kurzfristige Klärung bitte nicht vergessen.
     
  • In lebensbedrohlichen Lagen rufen Sie bitte umgehend die 112 an!

  • Quarantäneunterbrechungen wegen vom Kreisgesundheitsamt angeordneter oder empfohlener Testungen bei offiziellen Teststellen. Die Fahrt zur Teststelle ist nur im Pkw zulässig, keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Direkte Hin- und Rückfahrt, keine Umwege für andere Zwecke erlaubt.  

Selbstüberwachung und Auftreten von Symptomen

  • Bisher nicht infizierte Kontaktpersonen müssen in jedem Fall eine sorgfältige Selbstüberwachung mit möglichst 2-mal täglicher Fiebermessung durchführen, um beginnende Krankheitszeichen frühzeitig erkennen zu können. Zur Dokumentation finden sie hier die Vorlage eines Tagebuches. Zusätzlich können Sie sich mittels Selbsttest regelmäßig testen.

  • Sollten Sich Beschwerden (Symptome) einstellen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten, ist dies mitzuteilen. Nutzen Sie hierfür das Online-Formular Corona-Meldebogen Quarantäne oder schicken Sie uns eine E-Mail an dienst53@kreis-mettmann.de. Lassen Sie sich unverzüglich in einer unserer Teststellen mittels PCR-Testung testen.

  • Für die medizinische Versorgung wenden Sie sich an Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin. Bitte kündigen Sie Ihren Arztbesuch telefonisch an. Für den direkten Weg zum Test besteht eine Ausnahmegenehmigung zur Unterbrechung der Quarantäne.
    Alternativ rufen Sie den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon: 116117) bzw. in Notfällen den Rettungsdienst (Telefon: 112) an. Hierbei ist auf das Vorliegen von Symptomen bzw. auf den Kontakt zu einem auf das Coronavirus positiv Getesteten hinzuweisen.

  • Darüber hinaus sollte die Selbstüberwachung nach Beendigung der Quarantäne noch eine weitere Woche fortgesetzt werden. Sollten Krankheitssymptome auftreten, sollte eine sofortige Testung und Absonderung nach § 11 Absatz 2 der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung NRW erfolgen. Bei einem positiven Testergebnis ist die Quarantäne unmittelbar fortzusetzen. 

Informationen für Eltern deren Kind unter Quarantäne steht

Für Eltern, insbesondere kleinerer Kinder, haben wir hier ein paar Hinweise zusammengestellt, damit die Quarantänezeit gut durchgehalten werden kann:

Wenn die Quarantäne sich nur auf Ihr Kind und nicht auf weitere Familienmitglieder beschränkt, sollten Sie grundsätzlich den Kontakt reduzieren, um eine Reiheninfektion zu vermeiden. Je älter Ihr Kind ist, umso besser wird sich das realisieren lassen. Um aber psychische Belastungsmomente für die Kinder und Eltern so gering wie möglich zu halten, können Sie Folgendes tun:

  1. Bedenken Sie bei allem ein Risiko der Eigeninfektion. Handeln Sie umsichtig.

  2. Sie dürfen als Eltern auch gemeinsam mit Ihrem Kind essen. Vermeiden Sie eine Vermengung des Bestecks und Geschirrs.

  3. Wenn das Kind körperliche Nähe braucht, geben Sie dem Kind diese. Wenn Sie selbst zur Risikogruppe einer Covid-19-Erkrankung gehören, verwenden Sie in solchen Momenten ggf. einen Mund-Nase-Schutz.

  4. Erhöhen Sie die allgemeine und die Handhygiene in der Familie, um das Ansteckungsrisiko auf diesem Wege zu reduzieren.

  5. Wenn möglich, halten Sie sich bei Symptomfreiheit mit dem Kind im Garten oder auf dem Balkon auf und lüften Sie regelmäßig und gut die Räume, in denen Sie sich gemeinsam aufhalten.

  6. Auch wenn der Bedarf nach Nähe besteht, kann man mit dem Kind kuscheln, sollte aber für die Dauer der Quarantäne auf das Küssen verzichten.

  7. Prüfen Sie, ob nur ein Elternteil bei dem abgesonderten Kind bleiben kann und der andere Elternteil die Betreuung etwaiger Geschwister übernimmt.

  8. Nutzen Sie ggf. bestehende Möglichkeiten der Videotelefonie zu Freunden, Großeltern und anderen Bezugspersonen, damit das Gefühl der Isolation etwas zurücktritt.

  9. Führen Sie für Ihr Kind ein Gesundheitstagebuch und messen Sie regelmäßig Fieber. Beobachten Sie Ihr Kind und nehmen Sie bei Symptomen telefonisch Kontakt zum behandelnden Kinderarzt auf.

  10. Thematisieren Sie offen mit Ihrem Kind die Erforderlichkeit der besonderen Maßnahmen, versuchen Sie spielerisch die Schutzmaßnahmen im Alltag einzubinden. Es gibt z.B. Waschstempel, die bei der Handhygiene verwendet werden können, um eine ausreichende Waschzeit zu erreichen. Vermitteln Sie dem Kind aber keine Schuldgefühle oder Angst.

  11. Vom Kind geht keine Gefahr aus – das Kind ist zum Schutz der eigenen Gesundheit und zum Schutz für die Familie eine gewisse Zeit in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Das ist eine tolle Leistung Ihres Kindes – loben Sie seine Geduld.

Hinweise zur Arbeit

Wenn Sie Ihr Kind aufgrund der Quarantäne betreuen müssen und deshalb nicht zur Arbeit gehen können, ohne selbst unter Quarantäne zu stehen, gelten folgende Entschädigungsregelungen:

Nach § 56 Abs. 1a IfSG können nicht alleinerziehende Arbeitnehmer_innen und Selbstständige für maximal zehn Wochen, alleinerziehende Arbeitnehmer_innen und Selbstständige für maximal zwanzig Wochen, eine Entschädigung aufgrund von Schließung von Schulen oder Betreuungseinrichtungen für Kinder (z.B. Kita) bzw. für Menschen mit einer Behinderung erhalten.

Dafür gelten folgende Voraussetzungen:

  • Die Betreuungseinrichtung oder Schule des Kindes wurde auf behördliche Anordnung geschlossen.

  • Es fallen keine gesetzlichen Feiertage oder Ferien der Schule bzw. der Betreuungseinrichtung in den Betreuungszeitraum, während derer die Einrichtungen ohnehin geschlossen gewesen wären.

  • Das Kind hat das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet oder benötigt besondere Hilfe (zum Beispiel aufgrund einer Behinderung).

  • Es gab keine Möglichkeit, eine alternative, zumutbare Betreuung des Kindes herzustellen (zum Beispiel durch ältere Geschwister oder eine Notbetreuung in der Schule oder Betreuungseinrichtung).

  • Der Antrag auf Entschädigung muss innerhalb von 12 Monaten nach Ende der Schließung bzw. Untersagung des Betretens der Schule oder Betreuungseinrichtung gestellt werden.

Die Entschädigung beträgt 67 Prozent des Nettoeinkommens und wird im Fall von nicht alleinerziehenden Personen für bis zu zehn Wochen, im Fall von alleinerziehenden Personen bis zu 20 Wochen, gewährt.

Sie ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt. Sie erhalten die Entschädigung als Lohnfortzahlung für maximal 6 Wochen direkt von ihren Arbeitgebern.

Ab der siebten Woche müssen Sie selbst einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, um weiterhin eine Entschädigung zu erhalten.

Sehr übersichtlich finden Sie alle Informationen und Online-Anträge auf der Internetseite: https://ifsg-online.de/index.html. Auch falls Sie selber unter Quarantäne stehen, finden Sie dort alle wichtigen Infos.

Zuständig für Entschädigung für Personen mit Wohnort und Arbeitsplatz in NRW ist der LVR: 

Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Kennedy-Ufer 2
50679 Köln



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